Institutsgeschichte

Die Gründung des IWS am 6. Mai 2008 durch Veröffentlichung der Geschäftsordnung im Amtsblatt der Fachhochschule hatte einen sich über viele Jahre erstreckenden Vorlauf, der eng mit der Entwicklung des CATI-Labors verbunden ist. Diese nahm ihren Anfang im Wintersemester 1994/95 mit der Berufung von Dr. Thomas Schäfer, dem späteren Gründungsdirektor und heutigen Ehrenvorsitzenden des Instituts, zum Professor für Wirtschaftsmathematik und Statistik am Fachbereich Wirtschaft (Bocholt) der Fachhochschule Gelsenkirchen.

Dr. Schäfer war vor seiner Berufung als Consultant tätig. Er hatte eine Abteilung der Firma Dornier geleitet, die sich mit Planung und Beratung im Gesundheitswesen befasste. Als er - dem Ruf nach Bocholt folgend - die Firma verließ nahm er einen größeren Auftrag des AOK Bundesverbandes mit (die wissenschaftliche Begleitung der Beitragsrückzahlung im AOK-System) und brachte die zugehörigen Forschungsgelder als Drittmittel in die Fachhochschule ein. Aus diesen Mitteln konnte eine Teilzeitstelle für wissenschaftliche Mitarbeit finanziert werden, die umgehend mit einer Diplomstatistikerin besetzt wurde.

 

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                                 Prof. Dr. Thomas Schäfer,

                                 Gründungsdirektor und Ehrenvorsitzender des IWS

                                 eMail: thomas.schaefer@fh-gelsenkirchen.de

                                 Homepage

 

 

Auf Initiative der Leitung der Bocholter Energie und Wasserversorgung (BEW) entwickelte sich zu Beginn des Jahres 1995 im Weiteren eine langfristige und fortdauernde Kooperation mit der BEW und der Bocholter Bäder Gesellschaft. Diese waren an bevölkerungsweiten Telefon- und Gästebefragungen im Rahmen einer Trenderhebung zum Freizeitverhalten der Bevölkerung und anderen Determinanten der Besucherfrequenz des Bocholter Erlebnisbades Bahia interessiert. Im Rahmen der ersten Querschnittsuntersuchung der Trenderhebung wurde im Frühjahr 1995 das CATI-Labor eingerichtet. Es wurde mit drei Stationen und einem Server ausgestattet.

Mitte des Jahres 2000 wurden die Mittel knapp und die Stelle für die wissenschaftliche Mitarbeiterin konnte nicht weiter finanziert werden. Erst 2001 gelang es, das Labor aus dem Förderprogramm der Fachhochschule zur Verbesserung der Drittmittelfähigkeit der Fachbereiche und mit Mitteln der Fördergesellschaft des Standorts Bocholt zu revitalisieren. Die Fachhochschule stellte Personalmittel zur Finanzierung einer vollen Stelle eines wissenschaftlichen Mitarbeiters für ein halbes Jahr zur Verfügung und die Fördergesellschaft trug mit Sachmitteln zur Ersatzbeschaffung der veralteten Hard- und Software des Labors bei. Im Juli 2001 konnte die Stelle wieder besetzt werden und es gelang, in dem von der Fachhochschule finanzierten zweiten Halbjahr des Jahres Drittmittel zu akquirieren, so dass sich das CATI-Labor in der Folge - insbesondere auch durch die Gewinnung weiterer Kooperationspartner wie dem Landkreis Borken, der Stadt Bocholt und der BKK Gesundheit - sehr positiv entwickelte. Im Dezember 2004 wurde es schließlich in einen größeren Raum verlegt und auf zwölf Telefonarbeitsplätze aufgestockt.

Der nächste Engpass trat Ende des Jahres 2006 auf, da die zu diesem Zeitpunkt eingeworbenen oder noch verfügbaren Drittmittel aus laufenden Projekten nicht mehr zur Finanzierung einer vollen Stelle ausreichten. Seit Anfang 2007 werden die Aufgaben der wissenschaftlichen Mitarbeit hilfsweise von besonders qualifizierten wissenschaftlichen oder studentischen Hilfskräften wahrgenommen, wobei sich die Drittmittel seit 2007 wieder erfreulich entwickelt haben.

Die konstituierende Mitgliederversammlung des Instituts fand am 16. Januar 2008 in Bocholt statt.

Mit Wirkung vom 28. Februar 2009 wurde der Gründungsdirektor des IWS als Hochschullehrer in den Ruhestand versetzt. Danach hat er, um eine reibungslose Übergabe zu gewährleisten, die Institutsleitung noch bis zum 14. April 2010 kommissarisch wahrgenommen.

Auf der Mitgliederversammlung am 14. April 2010 wurde Prof. Dr. Klaus Thiel zum geschäftsführenden Direktor des Instituts gewählt und Prof. Dr. Thomas Schäfer zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

In der Zeitspanne von Ende 1994 bis Mitte 2010 konnten insgesamt rund € 915.000 an Drittmitteln eingeworben und daraus ca. 22.500 Stunden für studentische Hilfskräfte bezahlt werden.